Hardheim. (rüb) „Jetzt gehört er Euch“, sagte Dietmer Pfähler, Sportreferent
der Dietmar Hopp Stiftung, am Donnerstag nachmittag auf dem
Sportgelände des TV Hardheim zu den Jugendfußballern, und
der Jubel der Nachwuchskicker wollte kein Ende nehmen. Im
Beisein zahlreicher Spieler, Jugendtrainer, Freunde und
Helfer der TV Fußballer überreichte Pfähler im Rahmen der
Aktion „Mobil zum Spiel“ den Schlüssel für einen nagel neuen
VW Bus an Abteilungsleiter Reiner Prusak. Dass das großzügige
Geschenk von Dietmar Hopp für die Abteilung nicht nur eine
Auszeichnung für das bisher Geleistete, sondern gleichzeitig
auch ein Auftrag ist, die Jugendarbeit weiter zu intensivieren,
machten sowohl Prusak als auch Ehrenvorsitzender Klaus Rubel
deutlich. Seit Juni läuft in
der Metropolregion Rhein
Neckar die beispiellose Aktion „Mobil zum Spiel“, initiiert
und durchgeführt von der Dietmar Hopp Stiftung. Insgesamt
52 Fußballvereine erhalten in Anerkennung ihrer engagierten
Nach wuchsarbeit jeweils einen Teambus. Nach dem TSV Buchen
und dem Jugendfußball Ravenstein war der TV Hardheim der
dritte Verein des Fußballkreises Buchen, der in den Genuss
dieser großzügigen Förderung kam. Und – so viel hat Kreisvorsitzender
Klaus Zimmermann am Donnerstag verraten – ein weiterer Verein
aus dem Fußballkreis darf sich in den nächsten Wochen und
Monaten auf das tonnenschwere Präsent freuen. „Es ist
ein Preis, den man sich verdienen muss. Hier in Hardheim
wird gute Arbeit geleistet, und der Bus ist die Belohnung
dafür“, verdeutlichte Dietmar Pfähler, nachdem er den Bus
unter dem Beifall der jugendlichen und erwachsenen Zuschauer
vor die Tribüne des Erftalstadions gefahren hatte. Das schmucke
Gefährt mit der Aufschrift „Turnverein Hardheim 1895“ werde
die Blicke auf sich ziehen, war sich Pfähler sicher. „Unsere
Freude ist riesengroß. Wir können es noch immer kaum fassen“,
sagte Abteilungsleiter Reiner Prusak und dankte allen Beteiligten,
an der Spitze Dietmar Hopp. Nachdem sich die großen und
die kleinen Besucher mit Würstchen sowie heißen Getränken
gestärkt hatten, wurden die Feierlichkeiten im Sportheim
fortgesetzt. Im Namen des Gesamtvereins begrüßte Ehrenvorsitzender
Klaus Rubel die Gäste und verglich die Busspende mit einem
„Lottogewinn für den Verein“. Etwa ein Drittel der 1 700
Mitglieder des TV seien Kinder und Jugendliche: „Wir versuchen
dem Nachwuchs das Rüstzeug für das spätere Leben zu vermitteln.“
Hier bei dankte er allen Jugendtrainern und Betreuern, an
der Spitze Jugendleiterin Sandra Laub, für ihren engagierten
Einsatz zum Wohle der Jugend. Um die Jugendarbeit weiter
zu verbessern strebe die Fußballabteilung eine stärkere
Kooperation mit den Nachbarvereinen an. Eine „Erftaljugend“"
solle aus der Taufe gehoben werden, so dass auch Kinder
aus den Ortsteilen von dem Bus profitieren sollen. In diesem
Zusammenhang freute sich Rubel besonders über die Anwesenheit
von Roland Steinbach, Jugendleiter des FC Schweinberg. „Für
die Hardheimer Fußballer ist heute Weihnachten“, sagte Bürgermeister
Heribert Fouquet. Die Abteilung habe sich dieses Geschenk
durch ihre vorbildliche Jugendarbeit verdient. Gleichzeitig
sei die Spende als Ansporn zu verstehen, weiter engagiert
am Ball zu bleiben. Generationen von Fußballern sollten
von dem neuen Bus profitieren, betonte der Bürgermeister
und wünschte „allzeit unfallfreie Fahrt!“ „Dietmar Hopp
ist ein Mensch mit einem großen Herzen für Kinder und Jugendliche“,
meinte Heinz Janalik, Präsident des Badischen Sportbundes.
Als gebürtiger Rosenberger habe er enge Bindungen nach Hardheim
und in die Region. Die Stärkung des ländlichen Bereiche
der Metropolregion sei ihm wie auch Dietmar Hopp ein großes
Anliegen. Deshalb habe er auch gerne daran mitgewirkt, einen
Schlüssel für die gerechte Vergabe der Busse zu entwerfen.
Der neue Bus sei für den TVH nicht nur ein Geschenk,
sondern auch die Verpflichtung zur Fortsetzung der guten
Arbeit. Gleichzeitig appellierte Janalik an die Vereine
der Region, ihre Zusammenarbeit zu intensivieren. Die Gründung
einer Erfaljugend sei hier nur zu begrüßen. Fußball
Kreisvorsitzender Klaus Zimmermann freute sich ebenfalls
über die angedachte Zusammenarbeit der Vereine im Raum Hardheim.Die
Spende der Dietmar Hopp Stiftung sei ein Glücksfall für
den Fußball Nachwuchs in der Region. „Wir sind auf einem
guten Weg, was die Gründung der Erftal Spielgemeinschaft
angeht“, sagte AbteilungsleiterReiner Prusak. Seine Dankesworte
an Dietmar Hopp und die Mitarbeiter der Stiftung endeten
mit einem treffenden Schlusssatz: „Wenn man sieht, was dieser
Mann für die Jugend leistet, kann man kein Verständnis dafür
haben, welchen Anfeindungen und Schmähungen er mit unter
leider ausgesetzt ist.
RNZ:
20.01.2010
Seine
Wurzeln hat er nie vergessen Unternehmer
Arnold Hotlerbach wird heute 60- Aus Ein-Mann-Betrieb
formte er eine Unternehmensgruppe mir über 400 Mitarbeitern
Von Rüdiger Busch Hardheim. „Gerade die Kleinigkeiten sind es, die für den
Erfolg entscheidend sind1', sagt Arnold Hollerbach, der am
heutigen Mittwoch seinen 60. Geburtstag feiert. Und so weiß er auch heute
noch, als weltweit tätiger Geschäftsmann, selbst über den kleinsten
Auftrag in seinem Unternehmen genauestens Bescheid. In gut drei
Jahrzehnten hat er einen Ein-Mann-Betrieb zu einer weltweit tätigen
Firmengruppe mit über 400 Mitarbeitern geformt. Dass er dabei seine Wurzeln
nie vergessen hat und weiß, dass nicht jeder auf der Sonnenseite des Lebens
steht, zeichnet der. Menscher Arnold Hollerbach besonders aus. So wird
er zu seinem Geburtstag eine Stiftung gründen, die benachteiligten
Kindern in der Region unter die Arme greifen soll.
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Der berufliche Werdegang des Selfmade-Mannes begann mit einer Lehre als
Bauzcichner bei der Walldurner Firma Ackermann. Es folgte der Besuch der
technischen Oberschule in Stuttgart, und ab 1971 arbeitete Hollerbach bei
der Firma Bermayer in Hardheim. 1977 machte er sich mit einem
Architekturburo selbstständig, ein Jahr später gründete er
Hollerbach-Bau, das heute noch die Keimzelle des Unternehmens bildet.
Die
Bausparte bekam schon bald darauf „Zuwachs" in Form der Laden- und
Innenausbaufirma Universalprojekt. Seither werden am Firmensitz in der
Wielandstraße in Hardheim kreative Konzepte für moderne Einkaufstempel
entworfen. In die Praxis umgesetzt werden diese Ideen dann größtenteils
in der firmeneigenen Schreinerei in Waldstetten.
Ein
Meilenstein auf dem erfolgreichen Weg der Hollerbach-Gruppe war 1990 der
Beginn der Zusammenarbeit mit der Parfümene-Kette Douglas. Wer in den
europäischen Metropolen eine Douglas-Filiale betritt, stoßt fast immer
auf Design und Qualität aus dem Hause Hollerbach. Doch auch in den
Branchen Textil (zum Beispiel H&M, Mango, Nike) oder Buch (Thalja}
genießt die Firma Universalprojekt einen ausgezeichneten Ruf bei der
Entwicklung und Umsetzung innovativer und stimmiger Ladenkonzepte.
Heute
erwirtschaftet das Ladenbau-Unternehmen fast 50 Prozent seines Umsatzes
im Ausland. In Moskau richtete Umversalprojekt 2009 zum Beispiel einen
riesigen H&M-Shop ein. Zu den prestigeträchtigsten Projekten, die in
den zurückliegenden Jahren verwirklicht worden sind, zahlt Arnold
Hollerbach ferner den Bau der Logen in der Sinsheimer Rhein-Neckar-Arena,
die größte Parfumerie Europas, die in Frankfurts Zeil auf 4000
Quadratmetern und über fünf Etagen die Kunden lockt, oder die größte
Buchhandlung Österreichs in Linz mit 4000 Quadratmetern Verkaufsfläche.
Doch
auch hier in der Region hat die Hollerbach-Gruppe deutliche bauliche
Spuren hinterlassen. Der Firmenchef denkt da besonders an das moderne
Bure-Gebäude von Reum in Hardheim, die Goldschmitt-Neubauten im
Verbandsindustriepark an der B 27 oder dve imposante Halle der Firma
Heller im IGO (Buchen).
Eindrucksvoll
ist aber auch die Ausbildungsbilanz des Unternehmens, dessen Lehrlinge
regelmäßig als Kammer- oder Landessieger geehrt werden. Und auch der
eigene Nachwuchs ist schon bestens integriert. Kurz vor Weihnachten hat
Arnold Hollerbach die Geschäftsführung der Ladenbau- und der Baufirma
an seine Kinder Anumta und Maximilian abgegeben. „Ich bin stolz darauf,
solche Kinder zu haben", freut sich der Unternehmer, dass die nächste
Generation nach und nach Verantwortung übernimmt.
„Mein
Ziel war es immer, mich mit
60 Jahren zurückzuziehen", erklärt Hollerbach. Doch aus dem
Tagesgeschäft hat er sich noch nicht verabschiedet. Schuld'' daran ist m
erster Linie die 2008 vollzogene Übernahme der Stahlbaubetriebe
Breitenbach (Miltenberg) und Schölch (Hardheim). „Es war die absolut
richtige Entscheidung, die beiden Firmen zu übernehmen, denn wir
haben an Schlagkraft gewonnen1', sagt der Unternehmer.
Dieser Schntt habe