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Arnold wird 60

 

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  RNZ: 23.01.2010

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Bus ist Auszeichnung und Ansporn zugleich

Hardheim. (rüb) „Jetzt gehört er Euch“, sagte Dietmer Pfähler, Sportreferent der Dietmar Hopp Stiftung, am Donnerstag nachmittag auf dem Sportgelände des TV Hardheim zu den Jugendfußballern, und der Jubel der Nachwuchskicker wollte kein Ende nehmen. Im Beisein zahlreicher Spieler, Jugendtrainer, Freunde und Helfer der TV Fußballer überreichte Pfähler im Rahmen der Aktion „Mobil zum Spiel“ den Schlüssel für einen nagel neuen VW Bus an Abteilungsleiter Reiner Prusak. Dass das großzügige Geschenk von Dietmar Hopp für die Abteilung nicht nur eine Auszeichnung für das bisher Geleistete, sondern gleichzeitig auch ein Auftrag ist, die Jugendarbeit weiter zu intensivieren, machten sowohl Prusak als auch Ehrenvorsitzender Klaus Rubel deutlich.2010 bus1.jpg
Seit Juni läuft in der Metropolregion Rhein Neckar die beispiellose Aktion „Mobil zum Spiel“, initiiert und durchgeführt von der Dietmar Hopp Stiftung. Insgesamt 52 Fußballvereine erhalten in Anerkennung ihrer engagierten Nach wuchsarbeit jeweils einen Teambus. Nach dem TSV Buchen und dem Jugendfußball Ravenstein war der TV Hardheim der dritte Verein des Fußballkreises Buchen, der in den Genuss dieser großzügigen Förderung kam. Und – so viel hat Kreisvorsitzender Klaus Zimmermann am Donnerstag verraten – ein weiterer Verein aus dem Fußballkreis darf sich in den nächsten Wochen und Monaten auf das tonnenschwere Präsent freuen.
„Es ist ein Preis, den man sich verdienen muss. Hier in Hardheim wird gute Arbeit geleistet, und der Bus ist die Belohnung dafür“, verdeutlichte Dietmar Pfähler, nachdem er den Bus unter dem Beifall der jugendlichen und erwachsenen Zuschauer vor die Tribüne des Erftalstadions gefahren hatte. Das schmucke Gefährt mit der Aufschrift „Turnverein Hardheim 1895“ werde die Blicke auf sich ziehen, war sich Pfähler sicher.
„Unsere Freude ist riesengroß. Wir können es noch immer kaum fassen“, sagte Abteilungsleiter Reiner Prusak und dankte allen Beteiligten, an der Spitze Dietmar Hopp. Nachdem sich die großen und die kleinen Besucher mit Würstchen sowie heißen Getränken gestärkt hatten, wurden die Feierlichkeiten im Sportheim fortgesetzt.
Im Namen des Gesamtvereins begrüßte Ehrenvorsitzender Klaus Rubel die Gäste und verglich die Busspende mit einem „Lottogewinn für den Verein“. Etwa ein Drittel der 1 700 Mitglieder des TV seien Kinder und Jugendliche: „Wir versuchen dem Nachwuchs das Rüstzeug für das spätere Leben zu vermitteln.“ Hier bei dankte er allen Jugendtrainern und Betreuern, an der Spitze Jugendleiterin Sandra Laub, für ihren engagierten Einsatz zum Wohle der Jugend.
Um die Jugendarbeit weiter zu verbessern strebe die Fußballabteilung eine stärkere Kooperation mit den Nachbarvereinen an. Eine „Erftaljugend“" solle aus der Taufe gehoben werden, so dass auch Kinder aus den Ortsteilen von dem Bus profitieren sollen. In diesem Zusammenhang freute sich Rubel besonders über die Anwesenheit von Roland Steinbach, Jugendleiter des FC Schweinberg.
„Für die Hardheimer Fußballer ist heute Weihnachten“, sagte Bürgermeister Heribert Fouquet. Die Abteilung habe sich dieses Geschenk durch ihre vorbildliche Jugendarbeit verdient. Gleichzeitig sei die Spende als Ansporn zu verstehen, weiter engagiert am Ball zu bleiben. Generationen von Fußballern sollten von dem neuen Bus profitieren, betonte der Bürgermeister und wünschte „allzeit unfallfreie Fahrt!“
„Dietmar Hopp ist ein Mensch mit einem großen Herzen für Kinder und Jugendliche“, meinte Heinz Janalik, Präsident des Badischen Sportbundes. Als gebürtiger Rosenberger habe er enge Bindungen nach Hardheim und in die Region. Die Stärkung des ländlichen Bereiche der Metropolregion sei ihm wie auch Dietmar Hopp ein großes Anliegen. Deshalb habe er auch gerne daran mitgewirkt, einen Schlüssel für die gerechte Vergabe der Busse zu entwerfen.
Der neue Bus sei für den TVH nicht nur ein Geschenk, sondern auch die Verpflichtung zur Fortsetzung der guten Arbeit. Gleichzeitig appellierte Janalik an die Vereine der Region, ihre Zusammenarbeit zu intensivieren. Die Gründung einer Erfaljugend sei hier nur zu begrüßen.
Fußball Kreisvorsitzender Klaus Zimmermann freute sich ebenfalls über die angedachte Zusammenarbeit der Vereine im Raum Hardheim.Die Spende der Dietmar Hopp Stiftung sei ein Glücksfall für den Fußball Nachwuchs in der Region.
„Wir sind auf einem guten Weg, was die Gründung der Erftal Spielgemeinschaft angeht“, sagte AbteilungsleiterReiner Prusak. Seine Dankesworte an Dietmar Hopp und die Mitarbeiter der Stiftung endeten mit einem treffenden Schlusssatz: „Wenn man sieht, was dieser Mann für die Jugend leistet, kann man kein Verständnis dafür haben, welchen Anfeindungen und Schmähungen er mit unter leider ausgesetzt ist.

 

RNZ: 20.01.2010

Seine Wurzeln hat er nie vergessen
Unternehmer Arnold Hotlerbach wird heute 60- Aus  Ein-Mann-Betrieb formte er eine Unternehmensgruppe mir über 400 Mitarbeitern

Von Rüdiger Busch
Hardheim. „Gerade die Kleinigkeiten sind es, die für den Erfolg entscheidend sind1', sagt Arnold Hollerbach, der am heutigen Mittwoch seinen 60. Geburtstag feiert. Und so weiß er auch heute noch, als weltweit tätiger Geschäftsmann, selbst über den kleinsten Auftrag in sei­nem Unternehmen genauestens Be­scheid. In gut drei Jahrzehnten hat er ei­nen Ein-Mann-Betrieb zu einer weltweit tätigen Firmengruppe mit über 400 Mitar­beitern geformt. Dass er dabei seine Wur­zeln nie vergessen hat und weiß, dass nicht jeder auf der Sonnenseite des Le­bens steht, zeichnet der. Menscher Ar­nold Hollerbach besonders aus. So wird er zu seinem Geburtstag eine Stiftung gründen, die benachteiligten Kindern in der Region unter die Arme greifen soll.

__ Der berufliche Werdegang des Self­made-Mannes begann mit einer Lehre als Bauzcichner bei der Walldurner Firma Ackermann. Es folgte der Besuch der technischen Oberschule in Stuttgart, und ab 1971 arbeitete Hollerbach bei der Firma Bermayer in Hardheim. 1977 mach­te er sich mit einem Architekturburo selbstständig, ein Jahr später gründete er Hollerbach-Bau, das heute noch die Keimzelle des Unternehmens bildet.

Die Bausparte bekam schon bald darauf „Zuwachs" in Form der Laden- und Innenausbaufirma Universalprojekt. Seit­her werden am Firmensitz in der Wieland­straße in Hardheim kreative Konzepte für moderne Einkaufstempel entworfen. In die Praxis umgesetzt werden diese Ide­en dann größtenteils in der firmeneigenen Schreinerei in Waldstetten.

Ein Meilenstein auf dem erfolgrei­chen Weg der Hollerbach-Gruppe war 1990 der Beginn der Zusammenarbeit mit der Parfümene-Kette Douglas. Wer in den europäischen Metropolen eine Douglas-Filiale betritt, stoßt fast immer auf Design und Qualität aus dem Hause Hollerbach. Doch auch in den Branchen Textil (zum Beispiel H&M, Mango, Nike) oder Buch (Thalja} genießt die Firma Uni­versalprojekt einen ausgezeichneten Ruf bei der Entwicklung und Umsetzung innovativer und stimmiger Ladenkonzepte.

Heute erwirtschaftet das Ladenbau-Unternehmen fast 50 Prozent seines Um­satzes im Ausland. In Moskau richtete Umversalprojekt 2009 zum Beispiel ei­nen riesigen H&M-Shop ein. Zu den prestigeträchtigsten Projekten, die in den zu­rückliegenden Jahren verwirklicht wor­den sind, zahlt Arnold Hollerbach ferner den Bau der Logen in der Sinsheimer Rhein-Neckar-Arena, die größte Parfumerie Europas, die in Frankfurts Zeil auf 4000 Quadratmetern und über fünf Etagen die Kunden lockt, oder die größte Buch­handlung Öster­reichs in Linz mit 4000 Qua­dratmetern Ver­kaufsfläche.

Doch auch hier in der Regi­on hat die Hollerbach-Gruppe deutliche bauli­che Spuren hin­terlassen. Der Firmenchef denkt da beson­ders an das mo­derne Bure-Ge­bäude von Reum in Hardheim, die Goldschmitt-Neubauten im Verbandsindustriepark an der B 27 oder dve im­posante Halle der Firma Heller im IGO (Buchen).

Eindrucksvoll ist aber auch die Ausbildungsbilanz des Unternehmens, des­sen Lehrlinge regelmäßig als Kammer- ­oder Landessieger geehrt werden. Und auch der eigene Nachwuchs ist schon bes­tens integriert. Kurz vor Weihnachten hat Arnold Hollerbach die Geschäftsfüh­rung der Ladenbau- und der Baufirma an seine Kinder Anumta und Maximilian abgegeben. „Ich bin stolz darauf, solche Kinder zu haben", freut sich der Unter­nehmer, dass die nächste Generation nach und nach Verantwortung übernimmt.

„Mein Ziel war es immer, mich mit
60 Jahren zurückzuziehen", erklärt Holler­bach. Doch aus dem Tagesgeschäft hat er sich noch nicht verabschiedet. Schuld'' daran ist m erster Linie die 2008 vollzoge­ne Übernahme der Stahlbaubetriebe Breitenbach (Miltenberg) und Schölch (Hardheim). „Es war die absolut rich­tige Entschei­dung, die beiden Firmen zu über­nehmen, denn wir haben an Schlagkraft ge­wonnen1', sagt der Unterneh­mer. Dieser Schntt habe

 

RNZ: 20.01.2010